„Route57“: Richtigstellung
Am 4. Mai 2023 habe ich einen Spaziergang im Mattenbachtal mit anschließendem Dialog zum Thema “Route 57” veranstaltet. Wohl kaum ein Thema wird seit jeher so kontrovers diskutiert, wie die geplante B62/ B508 (auch „Route 57“ genannt). Entsprechend unsachlich fiel auch die Kritik an meiner Veranstaltung in diversen Pressemitteilungen u.a. von IHK/DGB, CDU-Kreisverband und SPD-Fraktion Bad Berleburg und anderen aus. In der Pressemitteilung des CDU-Kreisverbandes wird fälschlicherweise behauptet, ich hätte die Wittgensteiner als “bequem” bezeichnet. Auch in Pressemitteilungen anderer Akteure wird mir eine solche Äußerung indirekt zugeschrieben. Diesen Vorwurf weise ich ausdrücklich zurück. Diese Aussage halte ich für undifferenziert und unangemessen. Ich habe nichts dergleichen gesagt. Die Äußerung stammt nachweislich von einem Teilnehmer der Veranstaltung und nicht von mir. Auch die Äußerungen bezüglich Homeoffice, die im Radio Siegen aufgegriffen wurden, sind nicht von mir.
Es erreichen mich derzeit viele Nachrichten von verunsicherten Bürgerinnen und Bürgern. Ich möchte klarstellen: Die Anliegen der Menschen aus meinem Wahlkreis sind mir wichtig. Als Bundestagsabgeordnete von Bündnis 90/Die Grünen wurde ich u.a. gewählt, um mich für eine nachhaltige Mobilitätswende, Umwelt- und Klimaschutz einzusetzen. Deshalb ist es folgerichtig, Fragen mit Blick auf die Wirtschaftlichkeit des Vorhabens und die Folgen für die Natur beim Bau einer Bundesfernstraße durch das unberührte Mattenbachtal offen aufzuwerfen. Ich setze mich ein für eine enkelgerechte Politik in Zeiten der Klimakrise, die auch die Herausforderungen an die nachhaltige Transformation unserer ländlich geprägten Industrie-Region in den Blick nimmt. Ich bin überzeugt: Den Herausforderungen der Zukunft können wir nicht mit den Lösungsansätzen von vorgestern begegnen.
Umso wichtiger ist es, Lösungsvorschläge, die auf dem Tisch liegen, kritisch zu diskutieren. Deshalb habe ich bereits Veranstaltungen zum Thema “Nachhaltige Mobilität im ländlichen Raum” durchgeführt. Als Politikerin bin ich immer bereit, zu debattieren und auch um die besten Lösungen argumentativ zu streiten. Falsche Behauptungen, die meine Person öffentlich diskreditieren sollen, werde ich aber zu keinem Zeitpunkt akzeptieren. Ich fordere hiermit erneut die CDU und die SPD auf, sich in ihrer Pressemitteilung zu korrigieren.