Long-Covid-Maßnahmen von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach
Pressemitteilung zu den Long-Covid-Maßnahmen von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach
Das Bundesgesundheitsministerium hat weitreichende Maßnahmen im Bereich der Forschung und Versorgung zu Long-Covid angekündigt. Das BMG gibt jetzt 40 Millionen Euro in die Versorgungsforschung. Außerdem richtet das BMG demnächst einen Runden Tisch zu Long-Covid ein, an dem regelmäßig Betroffenen-Vertretungen, Krankenkassen, Ärzteschaft und Politik zusammenkommen, um weitere Maßnahmen zu diskutieren und zu entwickeln. Das wird die dringend benötigte Vernetzung schaffen, um gemeinsame Lösungen zu finden. Das heute gestartete Infoportal zu Long-Covid des BMG informiert über die Krankheitsbilder und die Versorgungslandschaft explizit für Betroffene, aber auch Ärzteschaft, Arbeitnehmer und Arbeitgeber.
Dazu sagt Laura Kraft, Bundestagsabgeordnete und Berichterstatterin für Gesundheitsforschung für die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen:
„Die vom BMG angekündigten Maßnahmen sind eine sehr gute Nachricht, da jetztendlich mehr Geld in die Erforschung von Long-Covid investiert wird. Allerdings sind die angekündigten Maßnahmen des BMG nur ein erster Schritt in die richtige Richtung, denn bis zur Entwicklung von Medikamenten wird noch viel mehr Geld und Zeit benötigt. Wir Grüne haben uns letztes Jahr schon maßgeblich dafür eingesetzt, dass das BMBF 22 Mio. Euro in die Long-Covid-Forschung gibt. Damit aber wirklich bald eine Versorgung mit Medikamenten sichergestellt werden kann, werde ich mich in den jetzt beginnenden Haushaltsverhandlungen für eine deutliche Ausweitung der Forschungsgelder einsetzen, auch fraktionsübergreifend. Long-Covid droht die neue Volkskrankheit zu werden! Wir rücken jetzt Long-Covid und post-virale Erkrankungen
im Bundestag in den Fokus. Ich erwarte aber auch von den Ländern und vor allem von der Pharmaindustrie bei Long-Covid aktiv zu werden! Nur gemeinsam können wir den Betroffenen am besten helfen.“ Tausende Menschen leiden nach wie vor an den Folgen einer Covid-Erkrankung und noch immer infizieren sich Menschen mit Covid-19. Einige der Long-Covid-Betroffenen berichten von gravierenden Symptomen, die ihr bisheriges Leben auf den Kopf stellen. Die Lebensqualität der Betroffenen und ihrer Angehörigen ist stark eingeschränkt. Ausbildung und Erwerbstätigkeit bleiben bei vielen auf der Strecke. Auch der volkswirtschaftliche Schaden durch post-virale Erkrankungen ist nicht zu vernachlässigen. Deshalb muss die Politik Maßnahmen ergreifen, um den Betroffenen endlich angemessen zu helfen.